Jalousie
Die Bezeichnung Jalousie stammt aus Frankreich und beschrieb dort ursprünglich ein Fenstergitter. Diese waren derart gemacht, dass sie zwar den Blick von innen nach außen zuließen, aber nicht umgekehrt. Die Sicht hinein ins Hausinnere war verwehrt und die Privatsphäre der Bewohner so geschützt.
Diese Gitter waren rein optisch gesehen eine Nachbildung der Sichtschutzeinrichtungen orientalischer Harems, bei denen der Hausherr mit allen Mittel darauf bedacht war, seine Frauen und Geliebten vor neugierigen oder lüsternen Blicken abzuschirmen. Ähnlich dieser Haremsgitter waren auch die europäischen Modelle zunächst nicht verstellbar und starr. Erst im April des Jahres 1812 kam dem Tischler Cochot die Idee beweglicher Einsätze, die er sogleich zum Patent anmeldete.
Seine verstellbaren Brettchen – heute als Lammellen bekannt – revolutionierten die Jalousie und unterschieden sich kaum von denen, die wir heute einsetzten. Das Prinzip hat sich sowieso nicht verändert. Für uns ist die Jalousie ein variabler Sicht-, Blend- und Sonnenschutz, der entweder außen (Vorsicht: die Außenjalousie ist kein Rollladen!) oder innen angebracht werden kann.
Erstere dient zusätzlich auch als Witterungsschutz und zur Isolierung, während die zuletzt genannte Version lediglich zuviel Sonneneinstrahlung und eine Überhitzung des Raumes verhindert. Das Material der Lammellen ist vorzugsweise Aluminium, Holz oder PVC, das auf die gängigen Breiten von 16 mm, 25 mm, 35 mm und 50 mm zugeschnitten wird.

